Heizungs-Gesetz

Söder ausgebuht: Über 14.000 bei Monika Gruber-Großdemo in Erding

Von Daniel Matissek
11. Juni 2023
Lesezeit: 4 Min.

Für gestern hatte die Kabarettistin Monika Gruber - die schon seit längerem kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es gegen den energiepolitischen Irrsinn Robert Habecks und der Grünen geht - im bayerischen Erding zu einer Demonstration aufgerufen. Gemeinsam mit dem Optikermeister Franz Widmann lud sie die Bürger unter dem Motto „Stoppt die Heizungsideologie" auf den Erdinger Festplatz ein. Mit riesigem Erfolg: Über 14.000 Teilnehmer kamen.

Konkreter Anlass der Demonstration war Habecks aberwitziges Gebäudeenergiegesetz, das schon im kommenden Jahr das Aus für Öl- und Gasheizungen besiegeln soll (ab dann nämlich müsste – abgesehen von Härtefallausnahmen - jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden).

Generalabrechnung mit dem Ampel-Chaos

Doch natürlich ging es gestern um weitaus mehr: Die Kundgebung geriet zur Generalabrechnung mit dem Ampel-Chaoskabinett insgesamt. Allmählich erwacht offenbar die schweigende Mehrheit der Deutschen - und wagt den Protest.

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Jetzt, da es immer mehr Bürgern an den eigenen Restwohlstand geht und sie die katastrophalen Auswirkungen des geplanten grünsozialistischen Gesellschaftsumbaus erkennen, lassen sie sich auch nicht länger von Einschüchterungsversuchen durch den Verfassungsschutz, durch Dauerschwingen der Nazi-Keule und Verleumdungskampagnen der Systemmedien beeindrucken.

Vergeblicher Vereinnahmungsversuch der Systemparteien

Über 14.000 Demonstranten – weit mehr als erwartet – waren Grubers Einladung gefolgt. Es war ein Protest, wie man ihn seit den Tagen des Corona-Widerstands nicht mehr gesehen hatt - mit dem Unterschied, dass diesmal der öffentliche Zorn noch viel weitreichender ist und sich auch nicht mehr einfangen lässt.

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Auch das Fortschreiten der Medien-Revolution scheint so manchem Demonstranten ein Anliegen gewesen zu sein...

Allerdings wurde genau dies versucht: Indem nämlich die Spitze der bayerischen Landesregierung in Person von CSU-Ministerpräsident Markus Söder und seines Vizes, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (von den Freien Wählern), selbst die Hauptredner der Veranstaltung stellte, versuchte der nervöse Staat offenbar selbst, das Moment der außerparlamentarischen Opposition einzufangen und zu kanalisieren.

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Für die Demonstranten scheint klar zu sein, wo die tatsächlichen Probleme Deutschlands liegen...

AfD leider unerwünscht

Gruber selbst hatte Söder & Aiwanger wie auch andere etablierte Parteienvertreter eingeladen, die AfD jedoch – zur Enttäuschung vieler Anwesender – nicht. Auch legte sie Wert auf die Feststellung, zwar die Heizungs- und Energiepolitik der Grünen, nicht jedoch den „notwendigen Klimaschutz” zu kritisieren.

Mit dieser taktischen Abgrenzung nahm sie dem „subversiven” Charakter der Demo zwar die Spitze (denn so funktionierten die üblichen Rechtsextremismus- und Verschwöreranschuldigungen nicht mehr), und es nahmen viele Bürger teil, die andernfalls wohl Berührungsängste entwickelt hatten.

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Monika Gruber hat im Zuge der Versanstaltung auch mit AUF1 gesprochen

Zweischneidiges Schwert

Andererseits bestand so natürlich die Gefahr einer Vereinnahmung von Protesten gegen Linksgrün durch die CSU, die jedoch letztlich ebenfalls eine Systempartei ist und für keinen wirklichen Politikwechsel steht.

Es war also ein zweischneidiges Schwert, auf das sich die Veranstalter einließen - was insbesondere beim Auftritt Söders deutlich wurde. Die „Junge Freiheit" (JF) schreibt: „Bayerns Ministerpräsident Söder kommt dabei jedoch kaum besser weg als Wirtschaftsminister Habeck. Als der CSU-Politiker ans Mikrofon tritt, kann er sich vor Buhrufen kaum retten.” 

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Die Demonstranten brachten ihre Meinung über Markus Söder unüberhör- und unübersehbar zum Ausdruck

Totalblamage: Buhrufe und Pfiffe für Söder

Wie befürchtet, erwies sich Söder prompt einmal mehr als Meisteropportunist und Populist, indem er sich allen Ernstes als Vertreter der „Mitte" anpries; eine groteske Fehlwahrnehmung - denn mit bürgerlicher Mitte hat die Union, die von Migrations- bis Klimapolitik längst auf grüner Linie läuft, rein gar nichts mehr zu tun. Als Söder dann auch noch die in allen Umfragen durch die Decke schießende AfD attackierte, erntete er ein gellendes Pfeifkonzert.

Die Vereinnahmung und Instrumentalisierung durch das System war mit der Blamage Söders offen gescheitert. Nochmals die JF: „Söder glaubte offenbar, auf der Veranstaltung als Oppositionspolitiker ein Heimspiel zu haben. Mitnichten. Der Sturm von Buhrufen, des vielkehligen „HAU-AB, HAU-AB“, von hunderten Trillerpfeifen und einer aus Memmingen angereisten größeren Trommler-Gruppe verstummten trotz wiederholter Bitten von Monika Gruber nicht.”

Aiwanger: „Ihr habt’s den Arsch offen!”

Ganz anders hingegen der Auftritt von Aiwanger: Dieser avancierte zum regelrechten "Publikumsliebling" und holte zu einem erfrischenden, überfälligen Rundumschlag gegen die grüntotalitäre Transformations- und Zerstörungspolitik aus, in dem er auch das linke Gesinnungsmilieu nicht schonte: "Das Heizgesetz muß weg. Darunter leiden auch die Mieter, weil die Kosten umgelegt werden“, artikulierte er den Zorn der Anwesenden.

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Hubert Aiwanger bei seiner Brandrede

Zudem stellte an die Adresse der Ampel klar: „HIER steht die Mitte der Gesellschaft, wir zeigen euch, wo der Bartl den Most holt!” Den Höhepunkt markierte Aiwangers Wut-Ausspruch in Richtung Habeck & Co.: „Ihr habt’s den Arsch offen!”

Abrechnung mit den Linksmedien

Auch an den Systemmedien, vor allem den öffentlich-rechtlichen, ließ Aiwanger kein gutes Haar: "Stellt euch endlich an die Seite der normalen Bevölkerung. Berichtet mehr über den Handwerksmeister, der mit seiner Frau drei Kinder aufgezogen hat, und nicht über den 17-jährigen Klimakleber aus reichem Hause!” Darauf folgten frenetische Jubelstürme. 

Die Veranstaltung bewies: Die Geduld der normaldenkenden, fleißigen und heimatliebenden Deutschen ist am Ende. Erding könnte, so hat es den Anschein, der Auftakt für eine breite Protestbewegung gewesen sein, die sich derzeit auch politisch in den Stimmengewinnen für die AfD (und aus gutem nicht für CDU und CSU!) niederschlägt. Das Berliner linksgrüne Establishment und der NGO- wie globalistenhörige Filz von Habeck & Co. hat allen Grund, beunruhigt zu sein.

AUF1.TV war in Erding vor Ort und wird morgen in Ton und Bild über die Veranstaltung berichten.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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