Hatten die vielen „Schwurbler“ – darunter auch der frühere „Wochenblick“ – etwa doch Recht gehabt? Viele Indizien sprechen dafür, dass sich Sebastian Kurz eine wohlwollende Berichterstattung bei „Heute“ und „Krone“ erkaufen konnte. 

Hat sich Sebastian Kurz mit dem Geld der österreichischen Steuerzahler bei den Tageszeitungen „Krone“ und „Heute“ eine wohlwollende Berichterstattung über seine Person und seine Tätigkeit als Kanzler erkauft?

Eva Dichand: „Wir können auch anders“

Sein damaliger Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, sagt: Ja! So hat er auch bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ausgesagt, und es gibt viele Indizien, die den Wahrheitsgehalt seiner Behauptungen stützen, wie beispielsweise die Chats.

Doch die „Heute“-Herausgeberin Dr. Eva Dichand und ihr Mann, der „Krone“-Herausgeber Christoph Dichand, sagen: Nein! Sie bestreiten eine gekaufte Berichterstattung für Kurz in ihren Printmedien, auch wenn die Globalistin Eva Dichand (wie Justizministerin Zadic auch Mitglied bei den „Young Global Leaders) in einem der Chats wegen zu wenig geschalteter Inserate in ihrem Blatt gegenüber Schmid tobte: „Wir können auch anders.“

Über 11 Millionen Euro Steuergeld für „Krone“ und „Heute“

Tatsache ist, dass „Krone“ und „Heute“ in der Zeit von 2017 bis 2021 mit Inseraten und Medienkampagnen in Höhe von mehr als elf Millionen Euro vom Finanzministerium regelrecht zugeschüttet wurden und Schmid den Auftrag dazu gegeben hat. So eine enorme Vielzahl von Inseratenaufträgen aus dem Finanzministerium hat es vor 2017 nicht gegeben.

In diese Zeit der üppigen Inseratenvergabe fällt auch die Corona-Plandemie. In der hat Eva Dichand die Zwangsmaßnahmen der Regierung nicht nur in ihrer Zeitung stets verteidigt, sondern sogar höchstpersönlich, wenn sie in Fernsehdiskussionen saß, in denen sie noch effektivere Impfmaßnahmen forderte.

Die „Kronen Zeitung“ wurde in der Plandemie zu einer regelrechten „Corona-Zeitung“, die stets auf Regierungslinie war und kritische Worte über den problematischen Impfstoff sowie über Masken- und Impfzwang praktisch nie zuließ.

Kritiklose und regierungstreue „Berichterstattung“

Dieses Wohlverhalten fällt der „Krone“ jetzt natürlich auf den Kopf. Mit einem sogenannten Gastkommentar, den sie gestern, am 4. April, veröffentlichte, versuchte der einstige Boulvard-Riese einen Befreiungsschlag: Damit hoffte man zu beweisen, wie unabhängig und unbeeinflussbar die „Krone“ doch ist, indem sie einen ihrer früheren Chefredakteure zwei rührende Begebenheiten erzählen ließ, die sich unter dem „Krone“-Gründer Hans Dichand ereignet hatten. Die Leser der Geschichten erfuhren, dass der alte Dichand zwei politische Interventionen von der Redaktion mutig ferngehalten hat.

Das mag auch so gewesen sein, doch für die „Krone“ von heute und ihre aktuellen Verwicklungen werden damit die von Schmid erhobenen Vorwürfe nicht entkräftet.

Und für „Heute“ hat der Gastkommentar schon überhaupt keine Relevanz. Denn auch wenn die „Heute“-Herausgeberin heute Dichand mit Nachnamen heißt, hat sie, die Eva, damit nicht auch automatisch den Charakter des alten und bereits verstorbenen Hans Dichand mit geheiratet. Was der Ehrenmann Hans Dichand wohl zum heutigen erbärmlichen Zustand der „Krone“ sagen würde? Es ist wohl besser, dass ihm das erspart geblieben ist...

Zum Autor: Kurt Guggenbichler war Mitbegründer und Chefredakteur des „Wochenblick“. Sein journalistisches Handwerk hat er bei der „Goslarschen Zeitung“ in Norddeutschland erlernt, wo er acht Jahre lang als Redakteur, Reporter und Kolumnist tätig war. Wieder zurück in seiner Heimat, arbeitete Guggenbichler in der Funktion eines Ressortleiters dann 25 Jahre lang für die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Zum „Wochenblick“ wechselte er einige Zeit nach seiner Tätigkeit als Chefredakteur der Tageszeitung „Oberösterreichs Neue“ und für AUF1-Info ist Guggenbichler nun als Nachrichten-Redakteur, Kommentator und Reporter im Einsatz.

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