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Kommentar

Die Grünen sind die größte Bedrohung für die Umwelt

Von Daniel Matissek
21. März 2023
Lesezeit: 3 Min.

Bei ihrer Gründung hatten sich die Grünen den Natur- und Artenschutz auf die Fahnen geschrieben. Trotz aller berechtigten Kritik an den oft absurden Auswüchsen, die ihr Ökofundamentalismus bisweilen annahm, konnte man ihnen lange Zeit zugutehalten, das damals weitgehend ignorierte Thema Umweltschutz auf die politische Agenda gesetzt zu haben. Doch 40 Jahre später haben die Grünen ihre Ursprungsideale endgültig verraten.

Denn was diese Partei heute praktiziert, ist das genaue Gegenteil von Umweltschutz. Einmal falsch abgebogen auf den Irrweg der CO2-Global-Warming-Weltuntergangslehre, spielt „grün“ bei den Grünen immer seltener eine Rolle. Im Namen des Klimawahns betreiben sie brutal und rücksichtslos Raubbau an der Natur.

Mehr Schaden als Nutzen

50 Jahre nach Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) sind die Grünen selbst zur größten Gefahr für die Erhaltung von bedrohten Arten geworden. Sie pflastern das Land von Norden nach Süden zu mit Windkraftanlagen, die Abertausende von Vögeln und Insekten vernichten. Sie versiegeln Naturflächen, greifen in absurdem Geo-Engineering in die Wasserhaushalte ein und verursachen mit energiepolitischen Fehlsteuerungen selbst fürs Klima mehr Schaden als Nutzen.

In ihrem blinden LNG-Eifer, um wirklich jeden Preis Ersatz für russisches Erdgas zu beschaffen, bedrohen sie die idyllische Natur vor der Insel Rügen, akzeptieren die Chlorung das Wattenmeers und die Ausbaggerung bedrohter Biotope. In aller Eile und ohne jede Mitbestimmung der Anwohner peitschen sie in der Ostsee eine monströse Flüssiggasanlage durch. Die US-Energieexporteure frohlocken, während auf dem Meeresgrund eine kaputtgesprengte Doppel-Pipeline verrottet, die schneller, sauberer und vor allem zu einem Bruchteil der Kosten Deutschlands Gasversorgung sichern könnte.

Naturzerstörung per Notverordnung

Brachiale Methoden gegen die Natur gibt es nicht nur auf Rügen. Sie können inzwischen überall angewandt werden – auch für die weitere Waldvernichtung und Landschaftsverspargelung durch die Windkraft. Der nordhessische Grimms Märchenwald muss ebenso dran glauben wie bayerische Naturschutzforste. Und erst im Februar erließ Wirtschaftsminister Robert Habeck eine „Notverordnung“, um den Ausbau der völlig ineffizienten Windenergie noch schneller durchpeitschen zu können.

Früher verlangten die Grünen bei jedem noch so kleinen Bauvorhaben peinlichst genaue Prüfung, ob Kröten oder andere Tiere bedroht sein könnten. Jetzt setzt der zum Klima-Diktator gewandelte Kinderbuchautor sämtliche Prüfungen des Umwelt- und Artenschutzes per Federstrich für 18 Monate außer Kraft. Verlängerung nicht ausgeschlossen. Es genügt nun eine bloße „strategische“ Umweltprüfung für Windeignungsgebiete als rechtliches Feigenblatt, bevor die Verschandelung der Landschaft mit den Ungetümen beginnen kann.

„Rechtswidriger Angriff auf den Natur- und Artenschutz“

Auch die Öffentlichkeit muss bei den Genehmigungsverfahren nicht mehr einbezogen werden. Die Mindestabstände zwischen Wohnbauten und Windrädern sind aufgehoben. Selbst die Umweltschutzverbände BUND und Nabu, die bislang als willige Propagandisten für die grüne Klimaagenda fungierten, wandten sich gegen Habecks diktatorisches Vorgehen. Auch der Verein Naturschutz Initiative (NI) und der Verein für Landschaftspflege, Artenschutz und Biodiversität (VLAB) äußerten scharfe Kritik: Seit der Flurbereinigung in den 1960er und 1970er Jahren sei der Naturschutz nicht mehr so missachtet und demontiert worden wie unter der Ampelregierung.

Mit der Aussetzung des gesetzlich gebotenen Artenschutzes „durch Politik, Behörden und willfährige Gutachter“ zugunsten eines forcierten Ausbaus von Windkraft und Photovoltaik würden die Ergebnisse der Weltnaturkonferenz in Montreal vom Dezember 2022 zum Schutz der Biodiversität konterkariert. Habecks Vorgehen sei „ein massiver und offensichtlich rechtswidriger Angriff auf den Natur- und Artenschutz sowie auf die Beteiligung von Bürgern und Umweltverbänden“.

Klimawahn muss gestoppt werden

Die Regierung verstoße gegen Artikel 20a des Grundgesetzes, der festlege, dass unsere Lebensgrundlagen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen zu schützen sind, hieß es weiter. Die NI lässt die „Notverordnung“ rechtlich überprüfen. Ob dies das Schlimmste noch verhindern kann, ist zu bezweifeln. In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wurden auf Grundlage von Habecks Verordnung bereits neue Flächen für Windparks ausgewiesen.

Dereinst wird man wohl, in Abwandlung eines Zitats von Tacitus, über das grüne Wirken in Deutschland sagen können: „Sie haben eine Wüste geschaffen und haben es Klimaschutz genannt.” Aufatmen wird die Natur in Deutschland erst wieder, wenn ein echter Politikwechsel eingeleitet wird, der den Klimawahn stoppt und die grünen Ideologen entweder aus den Parlamenten fegt oder sie wenigstens in die Opposition zurückverweist, wo ihre ökosozialistischen Schergen keinen Schaden mehr anrichten können.

Zum Autor: Daniel Matissek ist Journalist mit pfälzischen Wurzeln, arbeitet neben für AUF1 auch für diverse deutschsprachige freie Medien (unter anderem „Journalistenwatch.com“). Gründungsherausgeber des Blogs „Ansage.org“. Schwerpunktthemen: Migrationspolitik, politischer Extremismus, Demokratie und Medienlandschaft. Freund differenzierter Zwischentöne, aber gerne auch leidenschaftlicher Polemiker. Devise: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; es könnte aber auch umgekehrt sein.“

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